Die Entwicklung der Luftlande- und Spezialeinheiten

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Auch wenn von der Idee eines Leonardo da Vinci, bewaffnete Kämpfer hinter den feindlichen Linien per Fallschirmlandung einzusetzen bis zur HALO-Infiltration von Spezialeinheiten aus größter Höhe mit Gleitflug zur Landezone, mehrere hundert Jahre liegen, ist das Konzept der vertikalen Umfassung trotz der Entwicklung des Hubschraubers nicht obsolet.

Im 2. Weltkrieg wurden zum ersten Mal in großem Maßstab Auswahleliten der tonangebenden Kriegsparteien für den Fallschirmsprungeinsatz aufgestellt, ausgebildet und eingesetzt und es wurden hier wichtige Erfahrungen für die Entwicklung von Luftlandeverbänden gemacht. In Deutschland z.B. führten die massiven Verluste bei der Eroberung der Insel Kreta 1941 dazu, von weiteren großangelegten Sprungeinsätzen abzusehen und die Fallschirmtruppe nur noch in begrenztem Rahmen per Fallschirmsprung in den Einsatz zu entsenden.

Bis zum heutigen Tage haben sich Fallschirmtruppen im Rahmen der Luftlandeverbände ihrer jeweiligen Nation erhalten, da ihre einzigartigen Fähigkeiten nach wie vor benötigt werden. Typischerweise gehören die Luftlandeverbände aufgrund ihrer Lufttransportfähigkeit und Mobilität zu den Krisenreaktionskräften ihres Landes.
Aus ihnen rekrutiert sich häufig auch das Personal für die Kommando- und Spezialeinheiten, für deren Auftrag die Befähigung zum Fallschirmsprung einen wesentlichen Teil ausmacht.

Die Studiengruppe Die Entwicklung der Luftlande- und Spezialeinheiten bildet einige Aspekte dieser besonderen Truppengattung ab.